Wettskandal in der Ukraine

Wettskandal in der Ukraine

Zwei ukrainische Nationalspieler wurden wegen versuchten Wettbetrugs vom ukrainischen Eishockeyverband vom Spielbetrieb ausgeschlossen.

 

Letzte Woche erschienen handgeschriebene Vereinbarungen von zwei Spielern in ukrainischen Medien. Demnach hätten der Torhüter Eduard Zakharchenko und sein Kollege Volodymyr Varyvoda für je 30'000 US-Dollar dafür sorgen sollen, dass die Ukrainer das letzte Spiel der WM Division I Gruppe A daheim in Kiew gegen Südkorea mit mindestens zwei Toren Differenz verlieren. Für die bereits abgestiegenen Ukrainer ging es nur noch um die Ehre, für die Südkoreaner um den erstmaligen Aufstieg zur WM. Trotzdem war es knapp, Zakharchenko im Tor schien nicht danebenzugreifen und die Koreaner setzten sich erst im Penaltyschiessen 2:1 durch. Die Wettmafia verloren ihre Einsätze, die beiden Spieler mussten das Geld zurückzahlen und der potenzielle Wettbetrug kam ans Licht.

 

Die beiden Spieler bestritten die Anschuldigungen und die Authentizität der Zettel, jedoch kam eine Handschriften-Untersuchung des ukrainischen Zentrums für forensische Expertisen zu einem anderen Schluss. Aufgrund des Bruchs des Verhaltenskodex durch "die Teilnahme an einer illegalen Handlung, die zu einer Resultatmanipulation hätte führen können" wurden die beiden Spieler vom Verband disqualifiziert. Ausserdem werden die Untersuchungen gegen mögliche andere involvierte Personen weitergeführt. In denselben ukrainischen Medienberichten wurde der frühere Nationalspieler und zuletzt Trainer des ukrainischen Clubs Vityaz Kharkiv, Olexi Lazarenko, als einer der Köpfe hinter dem Wettbetrug beschuldigt.

 

quelle: hockeyfans.ch

editor

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